Zwei Freunde – wie Dick und Doof

Wir heißen Jonathan und Niels, sind zwei Saab Fanatiker und haben uns in den Kopf gesetzt einen Saab 96 Stück für Stück mit viel Engagement zu restaurieren. 

Wie das Ziel aussehen könnte, haben wir beide genau vor Augen: ein hochglanzpolierter, weißer 96, mit roten Felgen, Weißwandreifen, rot-grauem Interieur und ordentlichem Knattern, so, wie er damals aus der Fabrik rollte. 

Das wäre doch ein Traum! …und dann bei einigen Oldtimerrallyes mitfahren, das Teil zeigen, den Saab-Spirit wieder aufleben lassen, und die Leute daran teilhaben lassen. 

Ja… das wärs! Doch sieht die Realität leider ein bisschen schwieriger aus. 

1966 ist inzwischen mehr als ein halbes Jahrhundert her und die Ersatzteile verschwinden. Mal ganz davon abgesehen, dass Saab vor allem in Deutschland eine echte Rarität ist. Aber eine Rarität mit Fangemeinde: Leute, die eine Gemeinschaft bilden und einen in seinem Vorhaben unterstützen…
Man hört von Saab Konvois über die ganze Welt verteilt, vom Saab Festival in Trollhättan mit 20.000 Besuchern (Tendenz steigend) aus aller Welt und lauter kleinen, witzigen Geschichten wie sich Saab-Fahrer begegnen. Eigentlich, ein gelebter Traum!

Wir lieben es zwar gemeinsam an Autos zu schrauben, doch sind wir beide weder KfZ-Meister noch Profis in Sachen Autos, von vor über 50 Jahren. Und genau das ist die spannende Herausforderung für uns beide, die eigentlich im Bereich der Medienwelt zu Hause sind. Jonathan zwar noch als Student, doch dafür Niels als selbstständiger Foto- und Videocreator mit eigener Agentur. 

Aber warum eigentlich wie „Dick und Doof“? 

Jonathan ist ein sehr aktiver und eher handlungsbereiter Typ, der einfach drauf los legt und durch ausprobieren seine Ziele, wenn auch manchmal über Umwege, erreicht.

Bevor Niels jedoch los legt, muss alles reichlich durchdacht sein, womit er Jonathan manchmal schon zum durchdrehen bringt. 

Stellt euch folgendes Bild vor: Jonathans Beine schleudern, wie ein Schaufelrad, ohne dass er sich vom Fleck bewegt, währenddessen Niels lässig, gegen die Theke gelehnt, seinen Kumpel festhält. Doch ab und zu gelingt es Jonathan sich los zu reißen und es dauert nicht lange, bis er in den nächst gelegenen Strohballen hinein donnert. Während über Jonathans Kopf nur noch Sterne kreisen, nimmt Niels ganz cool seine Zigarre aus dem Mundwinkel, schaut herab und sagt trocken: „Junge, ich habs dir doch gleich gesagt!“

Es klingt wie ein Comic und genau das bringt uns selbst zum lachen.